Die fünf Stadien der Trennung
Irgendwann, als ich 17 oder 18 war, und gerade verlassen wurde, erfand ich die fünf Stadien der Trennung. Man fühlt sich wie ein Cosmopolitan-Schreiberling.
- Unverständnis: man liebt sie noch, versteht nicht weshalb und will ihr sofort wieder eine Chance geben. (Dauer: ca. 1-2 Wochen)
- erste Akzeptanz: man kommt damit zurecht, will sie jedoch nicht sehen, geschweige denn, was von ihr hören. (Dauer: ca 7-10 Tage)
- Depressives Verlangen inkl. komatösem Saufen: man will sie zurück, schreibt betrunken SMS, versucht nett zu ihren Freundinnen zu sein, damit diese ein gutes Wort einlegen. Sehr wichtig: Selbstmitleid und Radiohead. (Dauer: 6-8 Wochen)
- zweite Akzeptanz: man akzeptiert nun, dass es vorbei ist, will sie auch nicht zurück. Neues Ziel ist es nun, schneller mit jemandem zusammenzukommen als sie es tut. Weniger Radiohead, mehr flippiges Zeug, wie Daft Punk. (Dauer: 6 Wochen – 6 Monate)
- Erkenntnis, dass man nie wieder ein Mädchen finden wird. Inklusive Saufen, Drogen und Radiohead. (Dauer: ewig)
Ich befinde mich momentan in Phasen 1-5, obwohl sie nie meine Freundin war.
Sie #viel zu viel
Je mehr ich darüber nachdenke, umso blöder erscheint es mir heute, dass ich meine Sommerferien unbedingt hier in Saarbrücken verbringen wollte. Fakt ist: es wäre nie so weit gekommen.
Claudio versucht seit Wochen mich davon zu überzeugen, ich sollte lieber nach Luxemburg zum Ausspannen. Das kann ich jedoch nicht, da mein Ego bereits so angekratzt ist, dass ich diese Erniedrigung nicht auch noch über mich ergehen lassen kann und will. Und so sitz ich hier in meiner Unterwäsche, höre CocoRosies Jamaica und versuche einen neuen Angriffsplan auszuhecken. Später werde ich mir wohl wieder einen hinter die Binde kippen. “Ich bin bereit, gib mir Korn und Sprite”.
Außerdem sagte Claudio, ein Mal wöchentlich duschen sei nicht genug. Ich sagte ihm, er sei ein Arschloch.