Laufen

November 17, 2007 at 11:18 pm (Uncategorized)

Update: Ihr gehts soweit ganz gut. Ich komm klar damit.

Ich laufe. Gegen den Strich gegen den Strom.

Ich raste, doch nicht lange da ohne Lohn,

Ich laufe so schnell, ich ersticke fast dran,

doch die Welt dreht sich schneller als ich laufen kann.

Mein Tag war wie der eines Mönches,

gearbeitet, Gartenarbeit nur gebetet hab ich nicht,

ich habe den ganzen Tag Tulpen eingepflanzt,

doch ich fühle mich als hätte ich die ganze Welt gepflügt. 

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Sie #viel zu viel und Aggressionen und Entschuldigungen

November 9, 2007 at 3:31 pm (Uncategorized)

So. Also, wegen der letzten Tage:
Ich hab gerade gesehen, was das ganze für Wellen schlägt, dass ich Chris und Federico und Thorben als Scheissköpfe beschimpft habe und so weiter.
Ich möchte micht entschuldigen. Ich hatte jetzt seit Sommer nichts mehr von Julia gehört, und vorgestern nacht rief sie an, aus dem Krankenhaus. Und aus irgendeinem Grund war ich der erste, den sie anrief, nachdem sie von der ITV verlegt wurde. Sie wurde angefahren, von wem weiss sie nicht, und lag ein paar Tage mit inneren Blutungen intensiv. Sie ist aber durch, ihr geht es soweit gut. Ich besuche sie täglich. Und irgendwie merke ich, dass ich doch nicht über sie hinweg bin.
Darum bin ich gereizt, und darum wollte ich mich entschuldigen. Es tut mir leid, ich wollte niemanden beschimpfen.

Was ich nur meine ist, dass ich es nicht immer unterstütze wie unernst ihr das alles nehmt, was wir schreiben. Natürlich müssten wir es auch nicht teilen, aber das wollen wir.
Und ja, manchmal hab ich auch Thorbens Videos gekuckt, und Chris Liveblogging war riesig.
Ich hab einen Fehler gemacht, dazu stehe ich, ich hoffe ihr könnt’s verstehen, tut mir leid.

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Timemachine

November 8, 2007 at 3:09 pm (Deutsch, The early starters)

Kennt wahrscheinlich jeder

Heb mich, nur ein mal, auch wenn nur kurz,
leg nur einmal noch deinem Arm um mich und drück mich – das langt schon,
stell dir einfach vor es sei einfach ein rein mechanischer vorgang,
ich stell mir dann vor, es wäre normal, ich könne noch aufrecht vor dir stehen,
zwei jahre machtest du mich stark, das sah jeder direkt,
ich seh nicht mehr, geh den spiegeln aus dem weg,
einen gebrochenen mann will doch niemand sehen,
küss mich, nur einen augenblick so wie früher,
stell dir vor es bedeutet nichts, ausser das lippen sich berühren,
ich stell mer vor es wäre der Kuss auf dem Bahnsteig,
ich ich wäre glücklich weil wir uns gerade das erste mal umarmten,
ein abschied fällt einem schwer, wenn man weiss das es der letzte ist,
du bist ziemlich plötzlich gegangen, ich blieb verletzt,
aber jungen weinen ja nicht, ich check schon, du musst gehn,
auch wenn ich dich nicht immer haben kann, dich zu treffen hat sich schon gelohnt.

–sk

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Luxemburger Blogs

November 7, 2007 at 11:51 pm (Uncategorized)

Ich verweigere normalerweise zuzugeben, dass ich Luxemburger bin. Die die denken, mein Akzent wäre Rheinländer, dürfen das ruhig glauben.
Trotzdem bin ich durch die Luxemburger Blogosphäre (ja, sowas gibt’s) geschlendert und auf die Blogbuerg gestoßen, so wie Technorati im Zwergenformat.
Dabei gibt es richtig tolle Blogs in Luxemburg. Und sogar einige sehr literarische Werke.
Bei Thierry gibt es wunderschöne Posts, ein aktuelles Beispiel hier. Da sind Sachen dabei, die so nah am Gefühl sind, dass sie wehtun.
In Thierrys Blog wird auch oft von Joël kommentiert. Auch wenn er leicht über-links in seinem Blog rüberkommt ist er ein begnadeter Schreiber. “Als die Ampel unten am Platz, wo sie, rot wie Blut, zu warten stand, auf grün schaltete, breitete er seine Arme aus und schrie: »Warum hast du mich verlassen?«”. Der ganze Beitrag hier.

Bei “Grommel” hingegen gibt es weniger Literatur, dafür aber leichteren Content und politisch Interessante Posts. Besonders seine Kommentare zum Unsinn, den man Religion nennt sind absolut zu empfehlen.

Es gibt allerdings auch Negativbeispiele: Bei OMG.lu knallen pubertierende Kids youtube videos auf den Blog und finden’s toll. Nicht viel anders hält es Cookie Monster der, ausser irgendwelche Videos und polemisch-populistische Stammtischphrasen wetzen nicht viel bringt. Nicht mal sein sogenanntes Livebloggin über das brillante neue Radiohead-Album ist lesenswert. Der Kerl hat kein Gefühl für Sprache, ebensowenig wie dieser Pianocktail, der abgesehen von Schachtelsätzen und ständigen “lustigen” Kommentaren zu dem was er soeben geschrieben hat nicht viel produziert. Der Inhalt dieser Seiten ist gelinde gesagt überschaubar, uninteressant, pubertär.

A propos Inhalt, diesen vermisse ich auf oft verlinkten Seiten wie Benem, Noodle kicks ass und egalwaat.lu, das sogar einen pa’s weblog genannten kleinen Bruder besitzt, der die gleichen Themen behandelt wie sein Vorbild. Diese Blogs muss nun wirklich keiner besuchen, daher werde ich sie auch nicht verlinken.
Sich abregen tut gut.

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songsnippetliterature

November 6, 2007 at 10:11 pm (Discarded)

away from home
how does it feel to feel
if you leave me, done everything i could do
rock me amadeus
you and i are gonna live for ever
youre so easy to love
smile away my pain
erst kommt das fressen dann kommt die moral
komik ist tragik in spiegelschrift

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Politisch Korrekt?

November 2, 2007 at 9:59 pm (Uncategorized)

Heute in der Kantine:
Schnitzel mit Pommes und Zigeunersauce.
Als ich die Kassiererin – ein Monster von einem Weib – fragte: “Werte Dame, müsste das nicht Sinti-Und-Roma-Sauce” heissen fauchte sie in bestem saarländisch:
“Ühr schüssüntellektüellen! verzüh di!”

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deca-dance

October 25, 2007 at 9:57 pm (Deutsch)

die schildkröte aus gold,
der dandy hat sie getötet,
in seinem wahn nach schönheit,
in seinem wahn nach wahn,
sie liegt seit tagen dort,
faulig, still und regungslos,
auch das schöne muss sterben

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Lieber Snob

October 16, 2007 at 3:57 pm (Deutsch)

Lieber Snob,
ich kenne dich nun schon eine Weile. Und immer wieder falle ich heimtückisch über dein Leben her, mache mir Bildnisse und werfe dir die gemeinsten Dinge vor.

Ich mag es nicht, wie du bist. Ich mag es nicht, dass du dir die teuren Kleider kaufst, dass du in Diskotheken gehst, in denen man Champagner serviert, kokst und nachher irgendwer x-beliebig flach gelegt wird. Ich mag es nicht, wie du durch dein Leben läufst, ewig auf der Suche nach neuen Kicks, neuen Sachen, die dein Leben besser machen, die dich aufwerten.

Snobs sind Leute, die Sachen kaufen, die sie nicht mögen, mit Geld, das ihnen nicht gehört, um Leute zu beeindrucken, die ihnen nichts bedeuten.

Ich verabscheue, wie du lebst, was du machst. Ich mag es nicht, dass du auf Partys bist, die nur geschlossene Gesellschaften sind. Ich mag auch nicht den Gedanken, dass dir von vorne herein alle Türen offen stehen.

Kuck mich. Ich gehe in Clubs, in denen geraucht und Bier getrunken wird, weil die Leute sich keine besseren Drogen leisten können. In meinen Clubs hängen leider keine Türen vor den Toiletten, wenn es überhaupt welche gibt, aber dafür bezeichne ich mein Leben als „echt“.

Lieber Snob, das stimmt aber gar nicht.

 In Wirklichkeit bin ich neidisch. Das ist nicht böse, nur ein Gefühl. Denn ich werde nie die Chance haben, etwas von deinem Leben zu spüren. Im Gegensatz zu dir, weil mein Leben offen ist. Aber auch das stimmt gar nicht. Denn du hast auch keine Chance, in mein Leben zu kommen. Und das aus dem selben Grund. Es wird keiner dich hier akzeptieren, auch wenn wir alle glauben, wir wären tolerant. Das sagt man aber nur so. Es stimmt nicht.

Eigentlich will ich auch gar nicht in dein Leben. Aber es ist der Drang, alles auszuprobieren, alles zu kennen und zu wissen, dem ich gerne folgen würde. Ich würde gerne sehen, wie es bei dir aussieht, ich würde gerne mit dir Champagner trinken, einige Linien ziehen und ich würde gerne irgendwelche Dummchen abschleppen. Aber es ist etwas, was ich nie kennen lernen werde.

Aber vielleicht geht es dir ähnlich. Vielleicht wolltest du auch mal mit minimalen Mitteln Spaß haben, bist aber, wie ich, gefangen. Geld macht nicht frei. Keines zu haben auch nicht.
 
Lieber Snob, natürlich verabscheue ich deinen Lebensstil nicht. Ich mag dich sehr. Wirklich. Auch die Art wie du dich gibst. Denn du machst nichts andres als ich. Und auch wenn ich nicht die Chance habe, dein Leben, welches ich nicht brauch, weil ich das meinige mag, kennen zu lernen, genauso wenig hast du die Chance, meines kennen zu lernen, ohne dass du aber auch gut leben kannst. Sicherlich würde ich deines gerne, nur so, mal sehen, aber das werde ich auch können, wenn ich will.

Lieber Snob, was ich sagen will, ist, dass du ein super Mensch bist, dass ich dich bewundere und beneide, aber kein gieriger Neid, sondern ich freue mich, wenn du dein Leben magst. Ich mag es, wie du bist, ich mag deine teuren Kleider, deine Diskotheken mit dem Koks und dem Champagner, mit dem schnellen Sex und dem vielen Geld. Ich finde deine Suche nach dem neuen Kick super, denn ich suche auch.

Lieber Snob, durch dich wurde mir das bewusst.

Danke.

dein

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The Fountain*

October 13, 2007 at 10:49 pm (Uncategorized)

?
how
to write
anything if
you don’t know
how you feel is a
mere wonder to me
therefore I try to draw
your attention on my verse
by making it look like a nice
romantic christmas
tree
isn’t
that
really creative

 

*Those of you who do not understand the title: check Darren Aronofsky’s filmography.

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This is the 21st century

October 11, 2007 at 9:04 pm (Arts)

Hey, I just got a copy of the new Radiohead disc. And – oh dear – the music makes you so sad, you’d like to hang yourself. Still, knowing that you couldn’t listen anymore to the record when dead, you wouldn’t dare. Enjoy Thoms words

I do not
Understand
What it is
I’ve done wrong
Full of holes
Check the pulse
Blink your eyes
One for yes
Two for no

I have no idea what I am talking about
I’m trapped in this body and can’t get out
Ooooohhhh

Has the light gone out for you?
Cause the light’s gone for me
You can fight it like a dog
And they brought me to my knees
They got scared and they put me in
They got scared and they put me in
All the lies run around my face
And for anyone else to see

I’m alive

Make a sound
Move back home
Get an invitation
With the edges
Sawn off

I have no idea what I am talking about
I’m trapped in this body and can’t get out
Ooooohhhh

Has the light gone out for you?
Cause the light’s gone for me
And you can draw it out of me
It is the 21 century
And they find me at the top
And they brought me to my knees
They got scared and they put me in
They got scared and they put me in
All the lies run around my face
All the lies run around my face
And for anyone else to see
And for anyone else to see

I’m alive

I’ve seen it coming

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